STANDORT
Jacmel, Haiti
AUFGABE
Entwurf, Planung und Finanzierung für die Realisierung einer Krankenstation mit temporären Übernachtungsmöglichkeiten der Anwohner Jacmels. Hauptaugenmerk lag auf der Verwendung örtlicher Ressourcen.
BEARBEITUNGSZEIT
Sommersemester 2016 bis Sommersemester 2018
NUTZUNG
Gesundheitswesen
LEISTUNGEN
Entwurfs-, Kosten- und Bauplanung, Spendenakquise und eigenständiger Bau
Am 12. Januar 2010 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,0 den Karibikstaat Haiti - das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Bei der Katastrophe wurden rund 70 Prozent der Häuser beschädigt und fast 230.000 Menschen kamen ums Leben. Nur sechs Jahre nach dem verheerenden Erdbeben wurde Haiti von einem schweren Hurrikan getroffen. Noch heute leben in Folge dessen Tausende Menschen in Zelten und provisorischen Hütten - viele Krankheiten breiten sich aus.
Um die medizinische Grundversorgung der Menschen zu verbessern, errichteten 15 Studierende der Hochschule Anhalt in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „Haiti-Not-Hilfe“ eine Krankenstation mit temporären Unterkünften. Auf dem Gelände in der haitianischen Stadt Jacmel befinden sich ebenso ein Waisenhaus und eine Schule.
Die Krankenstation, welche hauptsächlich den Waisenkindern sowie den Menschen der Umgebung zur Verfügung steht, verfügt über zwei Behandlungsräume, einen Apothekenbereich sowie eine Rezeption, ein Lager und Archiv, ein Labor und einen Sanitärbereich. Ein Allgemeinarzt und eine Krankenschwester sollen die medizinischen Behandlungen durchführen.
In der kurzen Bauzeit von drei Monaten wurden sämtliche Arbeiten zur Errichtung der Krankenstation - mit Ausnahme der Gewerke Elektro, Putz und Fliesen - von den Studierenden der Hochschule Anhalt selbst durchgeführt. Innerhalb dieser 12 Wochen wurden sowohl Tragwerk, Wände und Decken als auch die Inneneinrichtung und Außenanlagen der Krankenstation fertiggestellt.
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